Ehemaligenportrait: Johannes Müller

johannesMueller
Johannes Müller hat 2008 sein Diplom in Medieninformatik erhalten. Vom Plätzchen essen in Vorlesungen bis hin zu seiner jetzigen Stelle als Business Development Manager bei CHECK24, hier erzählt er uns von seinem Werdegang als Medieninformatiker…

Blog: Hi Johannes! Zurück zu deiner Studienzeit: Wie verlief dein Studium in Medieninformatik?
Johannes: Mein Medieninformatik Studium begann 2003, ich hatte mich damals noch für den Diplomstudiengang eingeschrieben. Studienfachwechsel hatte ich keinen.

Blog: Wie lange hast du studiert?
Johannes: Fertig geworden bin ich 2008, also ziemlich genau in der Regelzeit. Es war aus meiner Sicht nicht besonders schwierig sich an die Studiendauer zu halten, so lange man alle Pflichtveranstaltungen rechtzeitig eingeplant und auch bestanden hat. Allerdings ist es schon wichtig sich zu informieren, welche Pflichtveranstaltungen wann stattfinden.

Blog: Bei welchem Unternehmen arbeitest du aktuell und in welcher Branche ist dieses tätig?
Johannes: Mein Job ist Business Development Manager bei CHECK24, das ist ein Vergleichsportal für Versicherungen, Konto & Kredit, Strom & Gas, DSL & Handy, Reisen und Shopping. Die Branche würde ich als „Online-Branche“ bezeichnen. Aktuell sind wir ~500 Mitarbeiter und sind hauptsächlich am Standort München vertreten.

Blog: Kannst du ein wenig auf deine Rolle bei CHECK24 eingehen?
Johannes: Mein Job-Titel ist „Business Development Manager“. Als eine Art “interner Berater” übernehme ich strategisch wichtige Projekte für die Geschäftsführung.
Meine Rolle ist dann meist im Projektmanagement, aber auch in der Anforderungsanalyse und Konzeption. Bei manchen Projekten erstellen wir neue Vergleichsrechner oder wir überarbeiten bestehende interne Tools, die uns die Antragsbearbeitung erleichtern. Manchmal geht es auch darum interne Prozess-Abläufe zu verbessern oder neue Kunden mit einer Gutschein-Aktion zu gewinnen.
Die Arbeitszeit beträgt bei uns 40 Stunden, je nach Projekt können aber durchaus auch mal Überstunden anfallen.

Blog: Darfst du uns ein aktuelles Projekt nennen?
Johannes: In einem aktuellen Projekt erstellen wir neue Versicherungsvergleiche im Bereich „Krankenzusatz“. Der Vergleichsrechner für „Krankenhaus-Zusatzversicherungen“ https://www.check24.de/krankenhauszusatzversicherung/ wurde dabei in einer ersten Version erst kürzlich „released“.
Die Aufgabenstellung war zu Beginn recht abstrakt und es war meine Aufgabe zunächst herauszuarbeiten welche Versicherungsprodukte es in diesem Bereich überhaupt gibt, welche Wettbewerber es gibt und wie groß das Marktpotenzial ist. So konnten wir bestimmen wie wir beginnen möchten.
Anschließend erstellten wir das Konzept für den Vergleichsrechner der Krankenhaus-Zusatzversicherung, von der ersten Eingabemaske über die anzuzeigenden Tarife und Tarifmerkmale bis zu den internen Abläufen bei der Antragsbearbeitung. Da ich selbst wenig Wissen über diese Versicherungen habe, haben wir fachliches Know-How von unseren Kundenberatern eingeholt.
Ein Entwicklungs-Team setzt nun dieses Konzept in die Realität um. Mit den Entwicklern setze ich mich in wöchentlichen Planungsmeeting zusammen und bespreche welche Features als nächstes anstehen. Ist ein Feature fertig nehme ich es ab und dann wird es „released“!

Blog: Wieviel verdient man in deiner Position als Einsteiger?
Johannes: Schwierig zu sagen, ich habe diesen Job nicht als Einsteiger begonnen, sondern erst mit 4 Jahren Berufserfahrung,
In meinem ersten Job als Frontend Webentwickler war meine Erwartungshaltung an das Einstiegsgehalt 45.000 €.

Blog: Noch einmal zurück zur Studienzeit. Was ist dir gut in Erinnerung geblieben?
Johannes: Glühweintrinken und Plätzchen essen in der Vorlesung kurz vor Weihnachten und Quake spielen im CIP-Pool.

Blog: Und die dunklen Seiten des Studiums? 🙂
Johannes: Mathe war im Grundstudium schon eine harte Nuss. Aber wenn man gleich gewusst hätte, dass man diese blöden Matrizen für 3D-Grafik braucht dann wäre die Motivation sicher gleich eine ganz andere gewesen. 🙂

Blog: Mit welchem Thema hast du dich in deiner Abschlussarbeit auseinandergesetzt?
Johannes: Meine Diplomarbeit habe ich bei Siemens durchgeführt, es ging darum einen Prototypen für ein tastenloses Telefon zu entwickeln und haptisches Feedback in einem Benutzertest zu evaluieren.

Blog: Welche Kenntnisse aus deinem Studium kannst du im Berufsalltag besonders gut anwenden?
Johannes: Die Selbstorganisation, die man als Schüler erst lernen muss, hilft definitiv auch im Berufsleben. Aber auch sonst verwende ich viele aus dem Studium bekannten Werkzeuge und Arbeitsweisen wie Usability Tests, Paper Prototypes oder auch Entity-Relationship-Diagramme.
Wobei einem klar sie muss, dass das Studium oftmals nur einen Anriss bieten kann, vertiefen muss man die Themen selbst.
Dinge, die ich dazulernen musste finden sich vor allem im fachlichen Bereich. Als „Business Development Manager“ habe ich auch deutliche Schnittpunkte in den Bereich der Betriebswirtschaftslehre. Gerade Online Marketing ist sehr bedeutend für uns und es ist wichtig die Kennzahlen genau zu kennen.

Blog: Welchen Ratschlag hast du für unsere derzeitigen Studenten?
Johannes: Wahrscheinlich hätte ich das ein oder andere Praktikum mehr gemacht – es hilft einfach um zu wissen auf was man sich später einlässt und vor allem kommt man bereits sehr früh an hilfreiche Kontakte.
Und ich frage mich immer noch ob nicht BWL die bessere Wahl als Nebenfach gewesen wäre…

Blog: Was denkst du macht eine erfolgreiche Suche nach einem Job aus?
Johannes: Als Informatiker ist man ja in der glücklichen Situation gar nicht so stark aktiv suchen zu müssen. Personalberater reißen sich darum einen zu vermitteln und dafür eine saftige Provision zu kassieren.
Ich würde trotzdem empfehlen selbst auf die Suche zu gehen, dann kann man je nach Interesse zielgerichteter auswählen wohin man sich bewirbt. Auf vielen Unternehmensseiten finden sich offene Stellen.

Blog: Danke, Johannes. Gibt es noch etwas, was du unseren Lesern mitteilen möchtest?
Johannes: Eines gibt es noch: Und zwar würde ich gern Werbung machen für unser User Experience und Usability Blog uxcite, welches ich zusammen mit Mario und Fabian (auch Medieninformatik-Absolventen) begründet habe.
Und falls euch die Schreibfeder juckt: Wir suchen noch Gastautoren, die Interesse haben Beiträge auf unserer Plattform beizusteuern.

Blog: Nochmals vielen Dank für das ausführliche Interview, deine Erinnerungen und Erfahrungen! Alles Gute weiterhin auf deinem Berufsweg.

Seid ihr auch ehemalige Studenten unseres Studiengangs, oder kennt ihr jemanden dessen Portrait in dieser Kategorie unbedingt noch fehlt, dann mailt uns.

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