Ehemaligenportrait: Elisabeth Engel

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Wie genau hast du Medieninformatik studiert? Hast du einen Diplomabschluss oder evtl. bereits einen Bachelor oder Masterabschluss gemacht? Wann hast du mit deinem Studium angefangen und war das schon direkt der Medieninformatikstudiengang oder hast du evtl. dein Studienfachgewechselt?

Elisabeth: Angefangen hat es mit einem „Tag der offenen Tür“ an der LMU, auf dem verschiedene Projekte aus der Medieninformatik vorgestellt wurden. An das Eye Tracker Spiel bei dem man ähnlich zum Spiel „Mohrhuhnjagd“ Fische mit den Augen treffen musste, kann ich mich noch gut erinnern. Letztendlich haben mich die vielen praktischen Projekte während des Studiums und die Fokussierung auf die Interaktion von Mensch und Maschine überzeugt nach dem Abitur 2008 mit dem Bachelor Medieninformatik an der LMU anzufangen.

Wie lange hast du studiert? War es einfach sich an die Studiendauer zu halten? Was gab es evtl. für Probleme, wann bist du fertig geworden?

Elisabeth: Nach sieben Semestern Bachelor, habe ich gleich noch vier Semester für den Master dran gehängt. Dass ich mir im Bachelor ein Semester länger Zeit genommen habe um meine Bachelorarbeit im Ausland zu schreiben, war rückblickend eine gute Wahl. Zum einen hat es die letzten drei Semester vom Bachelor entzerrt, zum anderen habe ich in den vier Monaten in Irland viele neue Erfahrungen gesammelt, Perspektiven dazu gewonnen und interessante Leute kennengelernt.

Nun erst mal zu den wichtigsten Fragen, dieses Fragebogens. Dein jetziger Job? Bei welcher Firma arbeitest du? Was macht die Firma allgemein? In welcher Branche ist sie tätig? Wie viele Mitarbeiter hat sie und welche Standorte gibt es?

Elisabeth: Ich arbeite derzeit für die comSysto GmbH. Wir sind im Moment an die 70 Mitarbeiter und kümmern uns um die Beratung und Umsetzung großer Softwareprojekte. Bei comSysto hatte ich während des Masters als Werkstudentin angefangen und konnte dort auch meine Masterarbeit schreiben. Nach dem Studium habe ich ein gutes Angebot für eine Festanstellung bekommen und bin geblieben – einfach  weil das Arbeitsumfeld dort sehr entspannt ist und es jede Menge Möglichkeiten gibt sich weiterzuentwickeln, sowohl fachlich als auch persönlich.

Zu dir selbst als wichtiges Zahnrad in der Mühle deiner Firma. Welche Stellung bekleidest du in der Firma? Wie heißt dein Job offiziell? Was sind deine Aufgaben im Rahmen dieses Jobs? Vielleicht verrätst du den Lesern auch wie viel und wie lange man bei dir arbeitet?

Elisabeth: Ich bin offiziell angestellt als „Lean UX Expert“. In meinem aktuellen Projekt für „o2 Telefonica“ sind wir aber eigentlich alle „Full Stack Engineers“ und kümmern uns sowohl um Backend als auch um Frontend Themen. Ich habe mit 40 Stunden pro Woche und Überstundenausgleich angefangen. Mittlerweile arbeite ich 32 Stunden pro Woche und hab so einen zusätzlichen Tag pro Woche Zeit für private Projekte.

Darfst du uns ein wenig zu deiner aktuellen Arbeit erzählen? Was machst du in deinem aktuellen Projekt ganz konkret? Was wird am Schluss dabei herauskommen?

Elisabeth: Ganz konkret betreuen wir bei „O2 Telefonica“ das Bestandskundenportal, sprich jeder O2 Kunde, der sich einloggt um seine Rechnung anzusehen oder seine Daten zu ändern, landet bei uns. Da es viele verschiedene Systeme gibt und diese stetig modernisiert und verbessert werden, arbeiten wir in einem sehr spannenden Feld, das einiges an Weitsicht und kreativen Lösungsansätzen erfordert.

Die letzte Frage zum Berufsleben ist etwas prekär. Was verdient man in deinem Unternehmen in deiner Position durchschnittlich als Einstiger? Das könnte den Studenten einer wertvolle Orientierung sein.  

Elisabeth: Ich hatte nach dem Studium eine Gehaltsvorstellung von 42. – 45.000 Euro. Habe aber schnell gemerkt, dass in München besonders im Consulting auch durchaus höhere Gehälter für Einsteiger üblich sind. Insgesamt würde ich sagen, dass ~50.000 Euro je nach Vorkenntnissen und Branche durchaus realistisch sind. Es lohnt sich auf jeden Fall eine gute Überstundenregelung zu finden und festzulegen wie viel Zeit für Fortbildung zur Verfügung steht.

Denke doch mal ein wenig zurück an dein eigenes Studium. Was sind die positivsten Erinnerungen aus dieser Zeit? Das können Erinnerungen aus der Freizeit aber auch Anekdoten aus lustigen Vorlesungen sein.

Elisabeth: An meine Studienzeit denke ich gerne zurück. Vor allem sind mir die Vorlesungen bei Professor Sachs in lebhafter Erinnerung geblieben, vorweihnachtliche Vorlesungen mit Punsch und Plätzchen, unzählige Stunden im Computerraum, besonders während des Softwareentwicklungspraktikums, Zettel mit „Bitte nicht füttern“ am großen Fenster vom Computerraum in der Amalienstraße und natürlich unsere Projekte für MMI und Sketching with Hardware. Dazu noch jede Menge Zeit, die wir zusammen gelernt und gelacht haben und die stete Frage gegen Ende der Semesterferien: Ist die Anmeldung schon offen?

Was ich besonders am Medieninformatik Institut geschätzt habe, ist der aufgeschlossene und unkomplizierte Umgang miteinander und die vielen Angebote und Möglichkeiten, wie zum Beispiel Unterstützung bei Auslandssemestern, Einzelpraktika und Abschlussarbeiten im Unternehmen.

Wenn wir schon in alten Zeiten schwelgen? Gibt’s auch Dinge die dir nicht so gut gefallen haben? Gab es ein Fach was vielleicht den Spaß am Studium getrübt hat?  

Elisabeth:  Bei einigen Fächern musste man sich schon echt durchbeißen, aber aus den meisten konnte ich doch etwas Sinnvolles mitnehmen. Das einzige was ich wirklich schade fand war, dass für einige interessante Veranstaltungen die Teilnehmerzahl stark begrenzt war und auch nicht jede Veranstaltung jedes Jahr angeboten wurde. Da gab es die eine oder andere Veranstaltung, die ich gerne noch besucht hätte. Teilweise war auch die Notengebung an verschiedenen Instituten sehr unterschiedlich, da wäre ein einheitlicher Maßstab durchaus wünschenswert gewesen.

Erinnerst du dich noch an deine Abschlussarbeit? Womit hatte sie zu tun? Gab es vielleicht ein interessantes Thema? Spielt das Thema immer noch eine Rolle?

Elisabeth: Meine Abschlussarbeit habe ich im Bereich der Datenvisualisierung geschrieben. Konkret habe ich untersucht wie geeignet verschiedene Visualisierungen sind um damit Skill Profile darzustellen. Das Thema finde ich immer noch sehr interessant. Im Laufe der Arbeit habe ich viel darüber gelernt, was alles nötig ist, damit ein Softwareprodukt wirklich erfolgreich ist und seinen Nutzern einen echten Mehrwert bietet. Fazit: es müssen eine Menge Faktoren abgedeckt sein, gute Visualisierung alleine reichen nicht aus. Die Webseite die ich für meine Masterarbeit geschrieben habe, gibt es weiterhin und wird auch ab und zu um Funktionen erweitert. Wer vorbei schauen möchte: www.skillmazing.com

Jetzt im richtigen Berufsleben sind die tagtäglichen Aufgaben plötzlich keine hypothetischen Übungsblätter oder Fälle mehr sondern richtige Arbeit. Welche Kenntnisse aus deinem Studium kannst du besonders gut anwenden im Berufsalltag? Gibt es Dinge die du erst komplett dazulernen musstest, weil sie im Studium gefehlt haben?

Elisabeth: Besonders nützlich waren mir die Programmierkenntnisse aus den Vorlesungen und dem Softwareentwicklungpraktikum, so wie die Erfahrungen aus unserem MMI Projekt. Datenbankgrundwissen war mir an einigen Stellen auch schon sehr hilfreich. Vermisst habe ich eine Einführung in Softwarearchitektur und große Softwaresysteme im Allgemeinen. Das wäre sicher hilfreich gewesen. Neu dazulernen musste ich die ganzen Frameworks und Tools, die in der Praxis verwendet werden, aber mit dem Handwerkszeug aus dem Studium kommt man da relativ schnell rein.

Denke einmal an die aktuelle Generation der Studierenden. Welchen persönlichen Ratschlag oder Ratschläge kannst du ihnen geben? Was hättest du vielleicht anders gemacht im oder während des Studiums mit dem Wissen von heute?

Elisabeth: Ich würde jedem empfehlen sich früh nach einem Nebenjob oder einer Werkstudenten Stelle umzusehen. Das hat mir enorm viel geholfen und man versteht dadurch auch oft leichter den Vorlesungsinhalt, weil man die Probleme dahinter schon einmal in der Praxis erlebt hat. Ansonsten sind Meetups (www.meetup.com) und User Group Treffen sehr hilfreich um in gewisse Bereiche einen Einblick zu bekommen und auch um interessante Leute kennen zu lernen, die schon in diesem Bereich arbeiten. Auch die Einzelpraktika die man im Master machen kann, fand ich sehr hilfreich.

Als Absolvent steht für viele direkt der Jobeinstieg oder eine Bewerbung bevor. Wie war das bei dir? Was denkst du macht eine erfolgreiche Suche nach einem Beruf aus?

Elisabeth: Ich hab mich bei der Jobsuche sehr leicht getan, weil ich bereits als Werkstudentin bei comSysto gearbeitet habe. Was ich sehr hilfreich finde, ist sich ab und zu umzusehen und interessante Firmen für sich zu notieren um später, wenn man konkret sucht, schon Anlaufstellen zu haben. Sich vorher etwas umzuhören ist auch nie verkehrt.

Liegt dir abschließend noch etwas am Herzen oder gibt es etwas Interessantes aus deinem Leben was wir noch nicht abgefragt haben. Dann wäre jetzt noch Zeit und Platz dafür:

Elisabeth: Genießt es!

Erfahrungsbericht: Auslandssemester an der QUT in Brisbane

Der folgende Artikel ist ein Erfahrungsbericht von Max von Bülow, der das Sommersemester 2015 an der QUT in Brisbane verbracht hat. Falls du auch Interesse an einem Auslandssemester hast, schau auf unserer Seite für Auslandsaufenthalte vorbei.

Im Sommersemester 2015 habe ich ein Auslandssemester an der QUT in Brisbane verbracht. Im Gegensatz zu den meisten meiner Vorgänger/innen habe ich dort jedoch keine Abschlussarbeit am Partnerlehrstuhl geschrieben, sondern normal Vorlesungen belegt. Da ich den Austauschplatz über LMUExchange beantragt habe, wurden mir alle Studiengebühren erlassen.

 

_DSC3421Brisbane – Story Bridge und Central Business District (CBD)

Vorbereitung
Der Austausch mit der QUT in Brisbane ist einer der aktivsten an der Medieninformatik Fakultät. Die meisten Studenten nutzen den guten Kontakt unserer Professoren und ehemaligen Studenten um dort eine Abschlussarbeit zu schreiben. Ich habe mich entschieden dort als normaler Student Kurse zu belegen. Deswegen habe ich mich auf einen der regulären Austauschplätze im Rahmen von LMUExchange beworben und musste so keine der sonst fälligen Studiengebühren bezahlen. Auch wenn man eine Abschlussarbeit an der QUT schreiben möchte, sollte man sich bei LMUExchange bewerben um die Bench-Fee von 3000€ erlassen zu bekommen (ein normales Semester würde sonst etwa 9000€ kosten). Auf keinen Fall sollte man die Bewerbungsdeadline am 15. Juni verpassen!

Um in Australien studieren zu können benötigt man ein geeignetes Visum, das man rechtzeitig im Voraus beantragen sollte. Über die Website der australischen Einwanderungsbehörde (https://www.border.gov.au/Trav/Visa-1) kann das passende Visum gesucht und beantragt werden. Grundsätzlich gibt es zwei Visa, die sich für Studenten eignen: das Studentenvisum für ca. 550 AUD und das Working Holiday Visa (WHV) für ca. 350 AUD. Leider läuft das Studentenvisum recht schnell nach Ende des Semesters aus.
Das Working Holiday Visum (auch „Work and Travel Visum“) eignet es sich wenn man nur ein Semester studiert (maximal erlaubte Studienzeit ist 4 Monate) und danach Reisen oder Arbeiten möchte. Durch die freie Wahl der Krankenversicherung und dem geringeren Preis ist das Working Holiday Visum eventuell eine gute und günstigere Alternative zum klassischen Studentenvisum.  Meist werden die Online-Visaanträge noch am selben Tag bearbeitet und genehmigt, in manchen Fällen kann es jedoch deutlich länger dauern.

Da ich mich für das Working Holiday Visum entschieden habe, konnte ich meine Krankenversicherung frei wählen. Ich habe mich für die Auslandskrankenversicherung für Langzeitaufenthalte vom ADAC entschieden. Standard Auslandskrankenversicherungen für Reisen, die häufig bei Kreditkarten inkludiert sind, eignen sich leider nicht, da diese auf 40 Tage beschränkt sind und nicht verlängert werden können.

DSC01292Innenstadt Campus („Gardens Point“) der Queensland University of Technology

Studium
Ich habe an der Queensland University of Technology (QUT) Veranstaltungen für mein drittes Master-Semester belegt. Die QUT bietet eine sehr anwendungsorientierte Ausbildung, welche die eher theoretische Ausrichtung der LMU gut ergänzt. Da die Schulzeit in Queensland etwas kürzer ist als in Deutschland, muss man sich, besonders als Masterstudent, darauf einrichten von vielen jüngeren Studenten umgeben zu sein. Auch deswegen ist die Organisation des Studiums in Brisbane deutlich straffer vororganisiert als man es von der LMU gewöhnt ist.

Zunächst ist es mir etwas schwer gefallen geeignete Kurse zu finden, da die meisten Master-Studiengänge an der QUT keine konsekutiven Master sind und so nicht auf einen Bachelor aufbauen. Man sollte also die Kursbeschreibung genau durchlesen, um Kurse mit dem richtigen Niveau zu wählen. Innerhalb der ersten Wochen können Kurse noch gewechselt werden, jedoch sollte man im Blick haben, dass in vielen Vorlesungen bereits in der ersten oder zweiten Stunde Gruppen gebildet oder Hausaufgaben aufgegeben werden.

Die QUT ist nicht in klassische Fakultäten strukturiert, so dass es viele interdisziplinäre Kurse gibt. Ich kann sehr empfehlen das Auslandssemester zu nutzen auch seinen akademischen Horizont zu erweitern. Als Informatiker habe ich so Kurse aus den Bereichen Design/Interaction und Finance gehört, die ich in der Form an der LMU nicht hätte belegen können. Auch sehr interessant können die Kurse rund um Game Development sein, die an der QUT angeboten werden. Möchte man sich die Kurse anrechnen lassen, sollte man auf jeden Fall zu Beginn des Semesters Rücksprache mit der Fakultät in München halten und die Kurswahl bestätigen lassen.

_DSC2386Stradbroke Island – Eine der Inseln in der direkten Umgebung von Brisbane

 

Freizeit
Brisbane biete viele verschiedene Möglichkeiten seine Freizeit zu verbringen. Besonders South Bank, das direkt neben der Uni gelegen ist, ist ein toller Ort um einen freien Nachmittag oder Abend zu genießen. South Bank ist ein sehr schöner Park direkt am Fluss gelegen, in dem es ein kostenloses Freibad in Form eines künstlichen Sandstrandes gibt. Wie in Australien üblich gibt es in South Bank einige öffentliche Grillplätze. An manchen dieser Grillplätze darf man sogar Alkohol konsumieren (Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit ist in Australien verboten). Neben South Bank gibt es einige schöne Parks, wie zum Beispiel die Klippen am Kangaroo Point, an denen man eine wunderbare Sicht auf die Stadt hat.
Zum Ausgehen am Abend bietet das West End eine große Auswahl an verschiedene Bars, während es im Valley eher Clubs gibt. In Australien ist es üblich, dass es oft eine Kleiderordnung gibt: Herren sollten immer geschlossene Schuhe (keine Sportschuhe) tragen.

Das Besondere an Brisbane ist die geschickte Lage, die es sehr leicht macht die vielen wunderschönen Orte und Inseln der australischen Ostküste zu besuchen. In der direkten Umgebung von Brisbane liegt die Gold Coast, Noosa, Stradbroke und Morton Island. Diese Orte kann man relativ einfach und günstig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen und eignen sich für Tages und Wochenendausflüge.

Die beste und günstigste Möglichkeit die Umgebung von Brisbane zu erkunden ist mit den verschiedenen Clubs die an der QUT und UQ (University of Queensland) angeboten werden. Besonders zu empfehlen ist der UQ Sailing Club und QUEST (beide auch für QUT Studenten offen), die über das Semester einige Ausflüge anbieten. Nach meiner Erfahrung sind die Veranstaltungen der QUT Exchange Buddies im Vergleich zu den sehr ähnlichen QUEST Veranstaltungen deutlich teurer.

Neben den vielen schönen Stränden in Queensland sollte man auch unbedingt die großen Städte Australiens besuchen. Von Brisbane aus kann man mit Tigerair günstig nach Melbourne und Sidney fliegen und dort ein Wochenende verbringen.

IMG_6084Wilde Emus und Kängurus

Interkulturelle Erfahrung
Wenn man ein Auslandsstudium in Australien anstrebt, muss einem bewusst sein, dass man häufig auf andere deutsche Studenten treffen wird. Besonders die QUT hat eine sehr internationale Ausrichtung. Eine gute Chance in Kontakt mit australischen Studenten zu kommen sind die vielen Gruppenarbeiten und die zahlreichen Clubs an der Universität.

Auch wenn es manchmal eine Herausforderung ist mit vielen internationalen Studenten in einer Gruppe zu arbeiten, habe ich diese Erfahrung sehr genossen. Bei der Einteilung der Gruppen am Anfang des Semesters sollte man also nicht zu vorsichtig sein und eine Gruppe mit anderen (deutschen) Austauschstudenten gründen.

Auch zuhause in der WG hat man oft das Glück mit unterschiedlichen Nationen zusammen zu leben. Bei uns im Haus hatten einen vietnamesischen Studenten, mit dem wir uns gut verstanden haben. Er hat auch den Kontakt zu einer Freundin in Vietnam hergestellt, die uns in der anschließenden Vietnamreise Hanoi und das wunderbare vietnamesische Essen gezeigt hat.

Neben dem Studium haben wir besonders während unserer vielen Camping-Ausflügen Kontakt zu anderen Australiern gefunden. Schnell kommt man abends beim Lagerfeuer mit seinen Zeltnachbarn ins Gespräch und wird über alle lebenden australischen Ungeheuer aufgeklärt. Während man in Hostels besonders auf Deutsche trifft, kann man beim Camping besonders gut Kontakt zu Einheimischen finden.

_DSC6251Southbank – Stadtpark mit kostenlosem Pool

Unterkunft
Die Wohnungssuche in Brisbane kann im Februar etwas schwierig sein, da alle Universitäten in etwa gleichzeitig das Semester beginnen. Sollte man erst kurz vor Semesterstart oder während der Orientation-Week ankommen, kann es sein, dass bereits viele gut gelegene und günstige Wohnungen vergeben sind. In Australien werden Wohnungsmieten immer pro Woche angegeben!

Es ist ratsam für die erste Woche zunächst ein Bett in einem Hostel zu buchen, während man nach einem Zimmer sucht. In Brisbane gibt es leider nur sehr wenige Studentenwohnheime. Besonders beliebt ist das Urban Nest (www.urbanest.com.au/locations/brisbane/south-bank), das sehr modern und gut gelegen ist. Leider liegen die Preise deutlich über dem Durschnitt, jedoch gibt es einen Rabatt für Studenten der QUT (danach muss gefragt werden). Die meisten Wohnungen von Studenten liegen um die Innenstadt verteilt in Gebieten wie New Farm, Kangaroo Point, South Bank oder Auchenflower. Da Brisbane außerhalb der Innenstadt hauptsächlich aus Einfamilienhäusern besteht teilt man sich meist ein Haus mit 2 bis 6 anderen Studenten. Die Miete beträgt zwischen 175 AUD und 250 AUD pro Woche. Wohnungen kann man entweder online (www.gumtree.com.au, http://www.flatmates.com.au), über Makler oder die Zimmerbörse der QUT (www.qut.studystays.com.au) finden. Am Anfang des Semesters bietet der Accommodation Service der QUT auch Rundfahrten an, bei denen man einige freie Wohnungen besichtigen kann.

Für die meisten Wohnungen benötigt man ein australisches Konto um die Miete überweisen zu können. Ich kann die Commonwealth Bank empfehlen. Diese hat mit die meisten Filialen und ein kostenloses Studentenkonto. Am besten beantragt man gleich nach Ankunft in Australien ein Konto, da direkt nach Unterschreiben des Vertrages die erste Miete und Kaution überwiesen werden muss. Es ist kein Problem eine Hostel-Adresse bei der Bank anzugeben.

DSC00830Brisbane bei Nacht von Kangaroo Point aus gesehen

Fazit
Ich war etwas überrascht wie viele Deutsche ich in Australien getroffen und wie viel Deutsch ich dort gesprochen habe (deutlich mehr als während meines Semesters in Lugano in der Schweiz).

Ich habe meinen Auslandsaufenthalt in Brisbane sehr genossen und kann jedem nur empfehlen sich für ein Auslandssemester in Australien zu bewerben. Brisbane ist eine lebenswerte Großstadt mit 2 guten Universitäten. Brisbane ist auch eine gute Basis um die wunderschöne Ostküste Australiens zu besuchen.

 

Ehemaligenportait: Janko Hofmann

FotoBlog: Wie genau hast du Medieninformatik studiert? Hast du einen Diplomabschluss oder evtl. bereits einen Bachelor oder Masterabschluss gemacht? Wann hast du mit deinem Studium angefangen und war das schon direkt der Medieninformatikstudiengang oder hast du evtl. dein Studienfachgewechselt?

Janko: An die LMU bin ich erst 2012 für den Medieninformatik-Master gekommen. Vorher hatte ich an der Uni Bremen den Bachelor im Studiengang Digitale Medien gemacht. Thematisch hat sich dieser Studiengang stark mit Medieninformatik in München überschnitten, so dass ich in München zum Glück keine Bachelor-Kurse nachholen musste.

Blog: Wie lange hast du studiert? War es einfach sich an die Studiendauer zu halten? Was gab es evtl. für Probleme, wann bist du fertig geworden?

Janko: Ich habe den Master 2014 in der Regelstudienzeit von vier Semestern geschafft. Dabei hatte ich in den ersten beiden Semestern ziemlich viel gemacht, so dass das zweite Jahr dann relativ entspannt war und ich nebenbei noch jobben konnte. Da es damals noch Studiengebühren gab, die man sich mit einem bestimmten Notenschnitt zurückerstatten lassen konnte, wenn man höchstens ein Semester überzogen hat, war das noch ein zusätzlicher Anreiz, „pünktlich“ fertig zu werden.

Blog: Nun erst mal zu den wichtigsten Fragen, dieses Fragebogens. Dein jetziger Job? Bei welcher Firma arbeitest du? Was macht die Firma allgemein? In welcher Branche ist sie tätig? Wie viele Mitarbeiter hat sie und welche Standorte gibt es?

Janko: Nach dem Studium bin ich nach Berlin gegangen und habe dort bei Aperto Move angefangen, wo ich momentan auch noch arbeite. Aperto Move ist die Mobile-Agentur der Aperto Gruppe und hat ca. 30 Mitarbeiter. Aperto selbst ist eine große Digitalagentur mit Niederlassungen in der ganzen Welt, z.B. Basel, Dubai, Peking oder Miami. Der Hauptsitz ist aber in Berlin, hier sitzen etwa 300 Leute.

Blog: Zu dir selbst als wichtiges Zahnrad in der Mühle deiner Firma. Welche Stellung bekleidest du in der Firma? Wie heißt dein Job offiziell? Was sind deine Aufgaben im Rahmen dieses Jobs? Vielleicht verrätst du den Lesern auch wie viel und wie lange man bei dir arbeitet?

Janko: Meine Jobbezeichnung ist „Mobile Developer“ und ich entwickle für verschiedene Kunden mobile Web Apps und Webseiten-Frontends, aber in letzter Zeit auch zunehmend native Apps für iOS. Je nach Kundenanforderung kommt es auch vor, dass sowohl Web- als auch native Komponenten in einer App zu finden sind, da ist es nicht verkehrt, wenn man beides kann.
Die Arbeitszeit liegt bei 40 Stunden in der Woche und auch wenn es Agentur-typisch manchmal etwas hektischer zugeht, kann ich behaupten, dass ich in 1,5 Jahren noch keine Überstunde machen musste. Im Agenturgeschäft ist das alles andere als selbstverständlich.

Blog: Darfst du uns ein wenig zu deiner aktuellen Arbeit erzählen? Was machst du in deinem aktuellen Projekt ganz konkret? Was wird am Schluss dabei herauskommen?

Janko: Zuletzt war ich dabei involviert, die neue EDEKA-App für iOS fertigzustellen, die gerade veröffentlicht wurde. Das ist ein ziemlich großes Projekt, bei dem Backends von verschiedenen Dienstleistern angebunden werden mussten und da auch eine Mobile Payment Funktion integriert ist, ist es allein aus Sicherheitsgründen besonders wichtig, dass dort alles reibungslos funktioniert.
Zusätzlich betreue ich mit einem Kollegen ein Projekt mit Studentinnen der HTW Berlin, bei dem unter Nutzung agiler Methoden ein Content Management System für unsere Firmenwebseite implementiert werden soll. Das ist schon komisch, da ich ja selbst vor nicht allzu langer Zeit erst mit dem Studium fertig geworden bin.

Blog: Die letzte Frage zum Berufsleben ist etwas prekär. Was verdient man in deinem Unternehmen in deiner Position durchschnittlich als Einstiger? Das könnte den Studenten einer wertvolle Orientierung sein.

Janko: Genaue Zahlen darf man ja üblicherweise nicht nennen, aber das Einstiegsgehalt in Berlin liegt etwa 10% niedriger als bei vergleichbaren Firmen in München. Allerdings sind die Lebenshaltungskosten (insbesondere für Miete, Restaurants und Ausgehen) erheblich niedriger als in München, wodurch man als Einsteiger unter dem Strich mehr in der Tasche haben dürfte. Unter 40.000€ Brutto im Jahr sollte man als Einsteiger mit einem MI-Master aber auch in Berlin nicht anfangen.

Blog: Denke doch mal ein wenig zurück an dein eigenes Studium. Was sind die positivsten Erinnerungen aus dieser Zeit? Das können Erinnerungen aus der Freizeit aber auch Anekdoten aus lustigen Vorlesungen sein.

Janko: Am besten haben mir die Praktika gefallen. Die haben Spaß gemacht und es sind tolle Sachen dabei entstanden, von denen man auch später noch etwas hatte. Am besten fand ich das PEM iOS-Praktikum und Sketching with Hardware. Unsere PEM-App MVGo konnten wir sogar an die MVG verkaufen und über unser Sketching with Hardware-Projekt Personal Energy Orb haben Magazine wie Engadget und The Verge berichtet. Das hat einen schon ein bisschen stolz gemacht.

Blog: Wenn wir schon in alten Zeiten schwelgen? Gibt’s auch Dinge die dir nicht so gut gefallen haben? Gab es ein Fach was vielleicht den Spaß am Studium getrübt hat?  

Janko: Es gab nur einen Kurs, den ich abgebrochen habe, das war damals Computergrafik 2. Irgendwann bin ich bei den ganzen Folien voller immer komplexerer Formeln einfach ausgestiegen. Zum Glück brauche ich in meinem Job nichts davon.

Blog: Erinnerst du dich noch an deine Abschlussarbeit? Womit hatte sie zu tun? Gab es vielleicht ein interessantes Thema? Spielt das Thema immer noch eine Rolle?

Janko: Meine Abschlussarbeit habe ich bei BMW geschrieben. Ich hatte zu dem Zeitpunkt dort schon als Werkstudent gearbeitet und bin deshalb relativ einfach an ein Thema für die Abschlussarbeit gekommen. Ich war dort in einer Abteilung, die mit Hilfe von Software die Arbeit von Ingenieuren erleichtert und deren Effizienz erhöht. Dort habe ich eine Software-Plattform entwickelt, bei der man mobile Web Apps verwalten und Daten zwischen diesen austauschen kann, also quasi eine Art App Launcher auf Web-Basis. Das ganze natürlich verbunden mit den üblichen Nutzerstudien.
Bei BMW war man dankbar für die Arbeit, weil Business-Software üblicherweise ja alles andere als nutzerzentriert ist und mir selbst hat es so viel Spaß gemacht, dass ich mich letztendlich dazu entschieden habe, den Bereich mobile Web Apps auch beruflich zu verfolgen.

Blog: Jetzt im richtigen Berufsleben sind die tagtäglichen Aufgaben plötzlich keine hypothetischen Übungsblätter oder Fälle mehr sondern richtige Arbeit. Welche Kenntnisse aus deinem Studium kannst du besonders gut anwenden im Berufsalltag? Gibt es Dinge die du erst komplett dazulernen musstest, weil sie im Studium gefehlt haben?

Janko: Von den fachlichen Skills kann ich insbesondere das Wissen im Bereich Mensch-Computer-Interaktion und Usability heute gut anwenden, um mich z.B. mit unseren UX Designern auszutauschen und Kunden beraten zu können. Die Programmierkenntnisse, die man sich im Studium aneignet, finde ich eher nebensächlich, denn hier muss man sowieso kontinuierlich dazulernen.

Janko: Besonders wichtig im Berufsleben sich natürlich auch die „Soft Skills“ wie Selbstorganisation, Präsentations-Skills und gelungene Kommunikation. Deswegen war z.B. auch der Kurs „Persönliche und Soziale Kompetenz“ so nützlich.

Blog: Denke einmal an die aktuelle Generation der Studierenden. Welchen persönlichen Ratschlag oder Ratschläge kannst du ihnen geben? Was hättest du vielleicht anders gemacht im oder während des Studiums mit dem Wissen von heute?

Janko: Knüpft auch schon während des Studiums Kontakte in die Arbeitswelt, z.B. durch Studentenjobs oder auf Messen. Das macht einem den Einstieg leichter.

Blog: Als Absolvent steht für viele direkt der Jobeinstieg oder eine Bewerbung bevor. Wie war das bei dir? Was denkst du macht eine erfolgreiche Suche nach einem Beruf aus?

Janko: Die Arbeitsmarktsituation für Entwickler ist momentan sehr gut, so dass man sich seinen Arbeitgeber fast aussuchen kann. Deshalb kann ich nur empfehlen, nicht gleich bei der ersten Firma anzufangen, von der man eine Zusage bekommt.
Ich hatte mich bei mehreren Agenturen beworben und mich dann für die entschieden, wo mir die Arbeitsatmosphäre am besten gefallen hat. Das halte ich auch für das wichtigste Kriterium bei der Jobwahl. Wenn man schon so viel Zeit seines Lebens auf der Arbeit verbringt, dann sollte sie auch Spaß machen.

Blog: Liegt dir abschließend noch etwas am Herzen oder gibt es etwas Interessantes aus deinem Leben was wir noch nicht abgefragt haben. Dann wäre jetzt noch Zeit und Platz dafür:

Ehemaligenprortrait: Gino Gravanis

wall_of_fame-1Blog: Wie genau hast du Medieninformatik studiert? Hast du einen Diplomabschluss oder evtl. bereits einen Bachelor oder Masterabschluss gemacht? Wann hast du mit deinem Studium angefangen und war das schon direkt der Medieninformatikstudiengang oder hast du evtl. dein Studienfachgewechselt?

Gino: Mein Studium habe ich 2007 begonnen, als Medieninformatik erstmals  als Bachelor-Studiengang angeboten wurde.

Blog: Wie lange hast du studiert? War es einfach sich an die Studiendauer zu halten? Was gab es evtl. für Probleme, wann bist du fertig geworden?

Gino: Meinen Bachelor-Abschluss habe ich erst 2014 gemacht. Da ich das Studium schon mit ein paar Jahren Berufserfahrung als Software-Entwickler begonnen hatte, ergaben sich während des Studiums interessante berufliche Möglichkeiten, neben denen das Studium dann vorübergehend zurücktreten musste. Bis Studienende konnte ich so Einblick in viele unterschiedliche Branchen gewinnen und hatte eine sehr genaue Vorstellung davon, was ich von einem langfristigen Arbeitgeber erwarte.

Blog: Nun erst mal zu den wichtigsten Fragen, dieses Fragebogens. Dein jetziger Job? Bei welcher Firma arbeitest du? Was macht die Firma allgemein? In welcher Branche ist sie tätig? Wie viele Mitarbeiter hat sie und welche Standorte gibt es?

Gino: Aktuell bin ich bei eGym angestellt, einem Münchner Startup, das High-Tech-Fitnessgeräte herstellt und sie an die eigene Cloud-Infrastruktur anbindet.

Blog: Zu dir selbst als wichtiges Zahnrad in der Mühle deiner Firma. Welche Stellung bekleidest du in der Firma? Wie heißt dein Job offiziell? Was sind deine Aufgaben im Rahmen dieses Jobs? Vielleicht verrätst du den Lesern auch wie viel und wie lange man bei dir arbeitet?
Darfst du uns ein wenig zu deiner aktuellen Arbeit erzählen? Was machst du in deinem aktuellen Projekt ganz konkret? Was wird am Schluss dabei herauskommen?

Gino: Als Software Engineer bei eGym leite ich ein Forschungsteam, das versucht, ein neuartiges Fitnessgerät zu entwickeln, das dem Nutzer während des Trainings interaktiv Anweisungen zur Haltungs- und Ausführungskorrektur gibt. Aktuell sind wir besonders an Virtual Reality- und Augmented Reality-Anwendungen interessiert.
Für meinen Arbeitsalltag bedeutet das, dass ich abwechselnd damit beschäftigt bin, zusammen mit Sportwissenschaftlern Konzepte auszuarbeiten, sie zu implementieren und in Nutzerstudien zu validieren. Außerdem verbringe ich einen Teil meiner Zeit damit, die Zusammenarbeit mit der TU München zu koordinieren, die an diesem Projekt mit uns kooperiert, und Bewerber zu interviewen, die gerne Teil unseres Teams werden möchten. Insgesamt ein sehr spannender und abwechslungsreicher Job.

Blog: Denke doch mal ein wenig zurück an dein eigenes Studium. Was sind die positivsten Erinnerungen aus dieser Zeit? Das können Erinnerungen aus der Freizeit aber auch Anekdoten aus lustigen Vorlesungen sein.

Gino: Die Zeit vor den Klausuren, in denen wir uns im Studentenwohnheim regelrecht verschanzt haben, um uns für den bevorstehenden Klausursturm zu wappnen. Die Zeit nach den Klausuren, in der auf einmal mehr Freizeit zur Verfügung stand, als man sinnvoll zu nutzen wusste. Jede Vorlesung mit Prof. Sachs. Unvergessen: „Ich bin jetzt hier drüben, gell?“ (Nachdem er während einer Nachfrage eines Studenten auf seinem Bürostuhl quer durch den Hörsaal gerast war)

Die positivsten Erinnerungen habe ich aus der Zeit meiner Bachelorarbeit. Da wurde mir erst richtig klar, wie ich mir das Arbeitsleben nach dem Studium genau vorstelle.

Blog: Wenn wir schon in alten Zeiten schwelgen? Gibt’s auch Dinge die dir nicht so gut gefallen haben? Gab es ein Fach was vielleicht den Spaß am Studium getrübt hat?

Gino: Ich hatte recht früh Zweifel, ob das Nebenfach Kommunikationswissenschaft vor BWL die richtige Wahl war. Im Nachhinein wünsche ich mir, ich hätte damals auf mein Bauchgefühl gehört und gewechselt.

Blog: Erinnerst du dich noch an deine Abschlussarbeit? Womit hatte sie zu tun? Gab es vielleicht ein interessantes Thema? Spielt das Thema immer noch eine Rolle?

Gino: In meiner Abschlussarbeit habe untersucht, wie man Nutzer vor Public Displays mit Hilfe von visuellen Hinweisen lenken kann. Dafür habe ich ein Kinect-Spiel entwickelt, das einige Monate im Eingangsbereich der Öttingenstraße lief.  Nach Abschluss der Arbeit  habe ich noch einige Zeit am Lehrstuhl verbracht, um das Thema mit der Hilfe eines Austauschstudenten aus Lancaster weiter zu verfolgen.
Die Abschlussarbeit war letztendlich auch der entscheidende Faktor, der den Verantwortlichen bei eGym demonstriert hat, dass ich für meine aktuelle Position geeignet bin. Und auch in meinem aktuellen Projekt bei eGym erkunden wir aktuell die Möglichkeiten der Kinect.

Blog: Jetzt im richtigen Berufsleben sind die tagtäglichen Aufgaben plötzlich keine hypothetischen Übungsblätter oder Fälle mehr sondern richtige Arbeit. Welche Kenntnisse aus deinem Studium kannst du besonders gut anwenden im Berufsalltag? Gibt es Dinge die du erst komplett dazulernen musstest, weil sie im Studium gefehlt haben?

Gino: Im Studium gab es keine Vorlesung, die sich ausführlich mit der Architektur großer und komplexer Software-Systeme befasst. Das ist ein Gebiet, auf dem ich auch heute noch täglich dazu lerne. Dabei hilft mir die Tatsache, dass man im Studium zwangsläufig lernt, sich Dinge selbst anzueignen.

Blog: Denke einmal an die aktuelle Generation der Studierenden. Welchen persönlichen Ratschlag oder Ratschläge kannst du ihnen geben? Was hättest du vielleicht anders gemacht im oder während des Studiums mit dem Wissen von heute?

Gino: Im Nachhinein würde ich jedem raten, vor allem den Beginn der Studienzeit als Gelegenheit zu nutzen, sich selbst in möglichst unterschiedlichen Bereichen auszuprobieren. Ich hatte zu Beginn des Studiums eine sehr genaue und konkrete Vorstellung davon, auf welche Gebiete ich mich im Studium konzentrieren und was ich nach dem Studium machen möchte. Diese Vorstellung hat ungefähr bis ins dritte Semester der Realität standgehalten. Wenn ich heute nochmal von vorne anfangen müsste, würde ich wahrscheinlich allgemeine Informatik studieren und den „trockenen“ Fächern, wie Mathematik und theoretische Informatik, weniger aus dem Weg gehen.

Blog: Als Absolvent steht für viele direkt der Jobeinstieg oder eine Bewerbung bevor. Wie war das bei dir? Was denkst du macht eine erfolgreiche Suche nach einem Beruf aus?

Gino: Wichtig für langfristigen beruflichen Erfolg und – noch viel wichtiger – das eigene Glücksempfinden ist es, genau zu wissen, was man will. Wenn der potentielle Arbeitgeber merkt, dass man von seinem Angebot und den eigenen Fähigkeiten absolut überzeugt ist, hat man unendlich höhere Chancen.
Ich habe mich nach meinem Abschluss auf genau eine Stelle beworben, die in allen Punkten meinen Vorstellungen entsprach, und war nicht bereit, eine andere Stelle zu akzeptieren. Diese Bewerbung ging an eGym.

Open Games Workshop ’15: Flying Isles

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Elias Englmeier, David Englmeier, Patrik Hagen, Stefan Schätz, Linh Nguyen Vo, Thomas Wimmerp

Idee und Umsetzung:

The Flying Isles ist ein klassisches Plattform/Jump ‘n’ Run Spiel. Angesiedelt auf schwebenden Inseln führt der Spieler den Hauptcharakter durch staubige Wüsten, in die Höhen eisiger Gletscher, durch dunkle Wälder und über windige Bergpässe. Dabei stößt er auf zahlreiche Gefahren und muss stets darauf achten keinen falschen Schritt zu machen. Weiterlesen

Open Games Workshop ’15: Game of Drones

Game of Drones . Blickbasierte und interaktive 3D-Anwendung von David Rasch, Marius Hoggenmüller, Marius Schiele, Sandro Kurpiers, Schaperai Badri und Simon Weiser


Game of Drones ist ein facettenreiches Flugsimulations-Spiel, das mit verschiedenen Spielmodi, Umgebungen (Maps) und augenbasierter Steuerung aufwartet. Das Spiel wurde von David Rasch, Marius Hoggenmüller, Marius Schiele, Sandro Kurpiers, Schaperai Badri und Simon Weiser im Rahmen des Open Games Workshops Sommersemester 2015 entwickelt.

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Medientechnik Sommersemester 2015 – Rückschau

Die Medientechnik Veranstaltung hatte in diesem Semester wieder einiges zu bieten und die Ergebnisse Studierenden sind erneut beeindruckend! In diesem Beitrag berichten die Assistenten über das vergangene Semester.

Exkursionen

In diesem Semester fanden erstmalig zwei Exkursionen statt.

Am 25.06. wurden wir von SKY nach Unterföhring zu einer Studioführung eingeladen. Der Andrang der Studierenden war von vornherein groß. Frau Susanne Hitzler, die als Recruiterin bei SKY tätig ist, organisierte ein abwechslungsreiches Programm, wo uns Einblicke in das Tagesgeschäft im Bereich Broadcast Operations des größten Pay-TV Anbieters hierzulande gegeben wurden. Ein Highlight war die Besichtigung des News-Rooms von Sky Sports News, wo täglich fast durchgehend live gesendet wird – natürlich auch als wir vor Ort waren und den Moderatoren bei der Arbeit zusehen durften.

Weitere Fotos sind auf der SKY Karriere Facebook Seite zu finden. Wir bedanken uns für die tolle Exkursion mit hervorragender Verpflegung und die nützlichen Give-Aways!

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+++ Campus-Exkursion@Sky mit Medieninformatik Studenten der Ludwig-Maximilians-Universität München +++Studierende der…

Posted by Sky Karriere on Tuesday, June 30, 2015


Neben der Exkursion zu SKY fand am 10.07. der Besuch beim Institut für Rundfunktechnik (IRT) statt, wo der Andrang unserer Studierender ebenso groß war. Mehrere Betreuer unter der Leitung von Ralph Zahnder zeigten ein abwechslungsreiches Programm in den Hörsälen sowie mehrere verschiedene akustische Messräume! Wir bedanken uns recht herzlich für die zum wiederholten Male interessante Exkursion!


Gastvorlesung

Volker Gabriel hat das Thema „Video“ bei einem Gastvortrag am 05. Juni mit seinen Erfahrungen aus der Praxis als Kameramann beim Bayerischen Rundfunk berreichert. Dabei ging er auf die besonderen Anforderungen an die Kameraleute im Außeneinsatz ein und zeigte dann per „Hands-On“ Methode, wie verschiedene Situationen gefilmt werden sollen.

Praktika

Fotopraktikum

Für das Fotopraktikum wurde ein Raum unseres Rückgebäudes in ein Fotostudio umfunktioniert.  Die Teilnehmer/-innen durften dann mit digitalen Spiegelreflexkameras verschiedene Settings ausprobieren und dann posieren: Die Aufgabe war es, sich in der Nachbearbeitung in ein klassisches Gemälde hinein zu retuschieren.

Videopraktikum

Das Videopraktikum stand in diesem Semester unter dem Thema „Werbung“. Die Studierenden hatten hierbei freie Wahl, für was sie werben wollen. Herausgekommen sind eine Reihe grandioser Werbefilme, wovon eine Auswahl am 17.07. bei der traditionellen Medientechnik-Oscarverleihung gezeigt wurde. Alle Gruppen wurden dazu eingeladen, ihre Ergebnisse bei YouTube unter dem Hashtag #MTVideo15 zu präsentieren.

„HOER“ – Gewinner der Kategorie „Beste Kamera“

„The Gurkenglas“ – Gewinner der Kategorie „Beste Hauptdarsteller“

Weitere Videos in der Medientechnik 2015 Playlist:

Audiopraktikum

Beim Audiopraktikum sollten die Studierenden eine Radio-Sendung mit verschiedenen Ressorts nachstellen und in unserem sehr gut ausgestattetem Audiolabor aufnehmen.


Abschließend möchten wir uns bei allen Tutoren/-innen für die tatkräftige Unterstützung bedanken und freuen uns bereits auf das nächste Sommersemester mit Medientechnik!

Tobias Stockinger & Axel Hösl